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FdH - mit der Hälfte zu mehr Leistung?
Die meisten Sportler achten sehr auf ihr Gewicht und bevorzugen eine gesunde ausgewogene Ernährung, die sich positiv auf das Wohlbefinden auswirkt. FdH ist eine der meist angewendeten Diätformen bei Sportlern, denn sie ist besonders einfach durchzuführen, aufwendige Diätpläne sind nicht notwendig und es muss auch keine komplette Ernährungsumstellung erfolgen. Eigentlich ist sie für Jedermann leicht zu handhaben, dennoch sind die Meinungen über den Erfolg und den Effekt von “Friss die Hälfte” eher umstritten. Einige Sportler die eine solche Methode nutzen, gleichen ihr Defizit von Vitaminen, Mineralien und Co. dann durch Nahrungsergänzungen aus.
Der Körper benötigt viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, um Leistung zu bringen. Damit Knochen stabil und stark bleiben, ist zum Beispiel Kalzium unabdingbar, für den Sauerstofftransport benötigen wir Eisen, für eine einwandfreie Herz- und Muskelfunktion sorgt die Zufuhr von Magnesium. Vitamine stärken den Stoffwechsel und sorgen dafür, dass das Immunsystem kräftig bleibt, sie geben dem Körper Energie und machen ihn leistungsstark. Wenn man nun seine Nahrung bei der FdH-Diät halbiert, reduziert man dementsprechend auch die Zufuhr der so wichtigen Stoffe, was sich auf Dauer wohl eher negativ auf die Fitness und Leistungsbereitschaft des Sportlers auswirkt. Problematisch wird es vor allem dann, wenn die Ernährung von Vornherein eher unausgewogen war und dem Körper nur wenig gesunde Inhaltsstoffe zugeführt wurden. Zwar nimmt man weniger Kalorien zu sich und verliert sicherlich ein paar Pfunde, dennoch zeigen sich bei vielen Menschen schnell Mangelerscheinungen und der Körper ist sichtlich schlapp und kraftlos. Die FdH-Diät muss also mit Bedacht angewendet werden, damit das Ziel eines gesunden und fitten Körperbewusstseins nicht verfehlt wird.
Weitere negative Aspekte der FdH-Diät sind das permanente Hungergefühl, welches immer wieder aufkommt. Eh der Körper sich an die extreme Reduzierung der Nahrung gewöhnt hat, dauert es mit Sicherheit mehrere Tage. Der Sportler fühlt sich anfangs müde und unmotiviert, was sich natürlich auf die sportlichen Leistungen überträgt. Rund 80 Prozent der Menschen, die sich an dieser Diät probieren, brechen nach einigen Tagen ab und haben dann mit dem lästigen JoJo-Effekt zu kämpfen, der bei FdH schnell auftritt. Andere Menschen verzichten gar nicht erst auf Süßigkeiten und Genussmittel mit der Begründung, dass sie ja nur die Hälfte davon zu sich nehmen. Ein hohes Maß an Disziplin ist auch bei der eigentlich so einfachen Diätform besonders wichtig.
Sportler sind auf gute Leistungen angewiesen, sie benötigen stabile Knochen und belastbare Gelenke - eine FdH-Diät ist wohl nicht immer die beste Methode, um seine Fitness und Kondition zu steigern. Oftmals hat sie Ermüdungserscheinungen und Muskelschwächen zur Folge, weil dem Körper einfach nicht ausreichend Nahrung zugeführt wird. Der Mangel an Vitaminen und Mineralien führt zu einem erhöhten Infektionsrisiko und hat eine starke Leistungsminderung zur Folge.
Ziel einer Diät sollte nicht das Halbieren von gesunden Lebensmitteln sein, sondern der bewusste Verzicht von Genussmitteln mit leeren Kalorien, die dem sportlichen Körper eher negativ zusetzen.


